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Polizeieinsatz am Neusiedlersee

Polizeieinsatz am Neusiedlersee Staffel 1 Folge 4

Staffel 1Episode 4

Ihr Übermut kommt einer Gruppe von jungen Männern teuer zu stehen. Denn gerade in dem Moment, in dem die Herren bei einem Baum direkt neben der Hauptstraße ihre Notdurft verrichten, kommt eine nächtliche Polizeistreife vorbei. Gruppeninspektor Hermann und Inspektor Lukas stellen die Männer über ihr Verhalten zur Rede.

Die burgenländische Gemeinde Nickelsdorf entwickelt sich unterdessen immer mehr zur Drehscheibe des stetig wachsenden Zustroms an Flüchtlingen. Die 1.770-Einwohner Gemeinde wird genauso wie die Einsatzkräfte vor eine riesige Herausforderung gestellt als plötzlich bis zu 10.000 Menschen pro Tag dort ankommen. Die burgenländische Polizei ist Tag und Nacht vor Ort. Einer der "Hotspots" ist dabei der Bahnhof in Nickelsdorf. Von hier aus sollen Sonderzüge die aus Ungarn kommenden Flüchtlinge nach Wien bringen. Der Andrang ist groß, jeder will einen Platz im ersten Zug ergattern, um möglichst schnell die Weiterreise antreten zu können. Die Polizisten haben alle Hände voll damit zu tun, die Menschen hinter den Absperrungen am Bahnsteig zu halten. Als schließlich der erste Zug eintrifft, bricht Panik aus. Verzweifelt versuchen die Menschen in die Waggons zu drängen, selbst als der Zug längst voll ist. Inmitten des Trubels bricht plötzlich ein Kind zusammen.

Auch im Ortsgebiet von Nickelsdorf herrscht Ausnahmezustand. Neben der Polizei und Hilfsorganisationen wie dem Roten Kreuz werden die Flüchtlinge hier auch von unzähligen freiwilligen Helfern versorgt. So hat eine private Initiative spontan einen Lebensmittelstand organisiert. Hier werden Obst und Getränke an die Wartenden ausgehändigt. Als schließlich keine Sonderzüge nach Wien mehr eintreffen, irren die Menschen durch den Ort und versuchen sich verzweifelt selbst eine Transportmöglichkeit zu organisieren.