Pratergeschichten

Einmal Prater – immer Prater. Ist man hier aufgewachsen oder hat man für längere Zeit Praterluft geschnuppert hat, dann lässt einen das einzigartige Ambiente eines der ältesten Freizeitparks der Welt nicht mehr los. Von Schaustellern über Großunternehmern und Praterstrizzis – die Vielfalt des Milieus ist groß. Außer Frage steht jedoch, dass der Prater weit mehr als nur Arbeitsplatz für sie ist, sondern vor allem Lebensinhalt, Kindheitstraum und Familie. So zumindest das heile Weltbild, das nach außen hin dargestellt wird. Bei genauerem Hinsehen entpuppt sich das Geschäft "Prater" aber als beinhartes Business mit Konkurrenzkämpfen, endlos langen Arbeitszeiten und der ständigen Pflicht, Leute rund um die Uhr unterhalten zu müssen. Ein Geschäft, das alles auffrisst und keinen Raum für ein Leben abseits des Wurstelpraters duldet.

10 Fakten zum Wiener Prater

* Seit 1162 ist das zum Prater gehörende Areal urkundlich bestätigt.
* 1766 öffnete Joseph II. den Prater der breiten Masse als Erholungsgebiet.
* Das weltbekannte Riesenrad wurde 1896/97 erbaut.
* Der Wurstelprater verdankt seinen Namen der Volkstheater-Figur "Hanswurst".
* Im Planetarium befindet sich das Pratermuseum, das einen großen Teil der Pratergeschichte abbildet.
* Die Prater Hauptallee ist rund 4500 Meter lang.
* Die Jesuitenwiese im Prater ist Wiens größter Spielplatz.
* 1945 wurde der Wiener Wurstelprater bei der Schlacht um Wien beinahe völlig zerstört.
* Die Hauptsaison im Wurstelprater ist von Mitte März bis Ende Oktober.
* Das Schweizerhaus gehört seit 1766 (damals noch unter dem Namen „Zur Schweizer Hütte“ bekannt) zu den bekanntesten kulinarischen Adressen im Prater.