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Pfusch am Bau

Folge 8

Pfusch am Bau

Folge 8

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Wenn die Traumwohnung zum Albtraum wird! Wer Opfer von verpfuschten Bauarbeiten wird, muss hart um sein Recht und sein verlorenes Geld kämpfen. Die Familien sind am Ende und streiten mit den zuständigen Baufirmen. Wird die Gerechtigkeit siegen und das Schicksal der Häuslbauer ein positives Ende finden? Fall 1: Für rund 400.000 Euro wollte sich Catrin Friedrich in Salzburg den Traum vom Eigenheim erfüllen. Mit dem Fertigteilhaus oben ist die Anästhesistin auch zufrieden. Die Probleme gibt es offenbar beim Keller. Dieser scheint nicht richtig dicht zu sein – außerdem fehlt beim Hang eine Stützmauer. Catrin Friedrich meint, dass die Stützmauer im Angebot des Kellerbauers inkludiert gewesen sei, der Handwerker selbst sieht das anders. Fakt ist, dass das Haus ohne ausreichende Stützmauer errichtet wurde. Das könnte bald gefährlich werden, denn durch die vielen Regenfälle hat sich das Erdreich im Hang aufgeweicht, die Erde bewegt sich. Große Gesteinsbrocken und Erdreich sind schon zum Haus gerutscht. Catrin Friedrich hat Angst, dass die Straße, die nahe oberhalb ihres Grundstückes verläuft, auch ins Rutschen gerät. Sie hofft deshalb auf die Expertenmeinung von Günther Nussbaum. Dieser kommt in Begleitung eines Geologen auf die Baustelle. Bei der Begehung wird schnell klar: hier darf nicht mehr lange zugewartet werden. Der Geologe schlägt eine Steinschlichtung als Hangsicherung vor. Doch wer trägt die Kosten dafür? Günther Nussbaum und Catrin Friedrich wollen ein klärendes Gespräch beim Kellerbauer. Frau Friedrich ist überzeugt davon, dass eine Stützmauer vertraglich vereinbart wurde, doch der Kellerbauer und sein Anwalt sehen das anders. Wird es hier einen langen Rechtsstreit geben? Fall 2: Im niederösterreichischen Absdorf kaufte sich die fünfköpfige Familie Miksche 2011 ein altes Bauernhaus. Dieses war im Lauf der Jahrzehnte immer wieder erweitert und saniert worden. Zuerst sah auch alles sauber aus, doch dann wollten sie die Wände neu streichen und dabei tauchte eine böse Überraschung auf. Denn in den Wänden sprießte der Schimmel. Vor allem im Schlafzimmer – und am allerschlimmsten – auch im Kinderzimmer. Die Miksches könne sich das nicht recht erklären, denn sie wissen eigentlich, dass man ausreichend Lüften muss, um Schimmelbildung zu vermeiden. Außerdem soll von den Vorbesitzern angeblich ein Teil des Hauses sogar schon einmal trockengelegt worden sein. Also rufen sie Bausachverständigen Günther Nussbaum zu Hilfe. Dieser ist bekanntermaßen ein Schimmel-Experte und auch ein Fan von alten Häusern. Er weiß genau, worauf man bei der alten Bausubstanz achten muss. Bei der Begutachtung steigt ihm gleich ein beißender Geruch in die Nase. Woran sich die Miksches bereits gewöhnt haben, ist für den Bausachverständigen besorgniserregend, denn der Schimmel ist viel zu massiv ausgeprägt, als dass man ihn einfach nur abzuwaschen könnte: Hier ist Gefahr im Verzug! Also holt er kurzerhand eine Schimmelbekämpfungsfirma dazu, die rasch Notmaßnahmen durchführen soll, damit die Bewohner nicht mehr den gefährlichen Sporen ausgesetzt sein müssen. Im Zuge der Sanierung kommen dann immer schauerlichere Dinge ans Tageslicht. In den Wänden findet der Bausachverständige mehrere Schichten an Baumaterialien, die für feuchtes Mauerwerk untauglich sind. Und auch die Trockenlegung kann Günther Nussbaum nur als Pfusch bezeichnen: Ein klassischer Fall von falscher Sanierung!

Reportage | A 2014

Auch hier hat Pfusch keine Chance