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So denkt Österreich

So denkt Österreich - Staffel 2 Folge 6

Staffel 2Episode 6

Manuela, eine Bäuerin aus Kärnten, leitet seit Jahren einen Familienbetrieb und arbeitet quasi rund um die Uhr. Ihr Tag beginnt um 2 Uhr früh und endet um 22 Uhr. Was sie auf die Palme bringt, ist dass die Kinder heutzutage das Sparen verlernen, wenn es keine Zinsen mehr gibt. Überhaupt sieht sie die Zukunft düster, denn wenn es so weiter geht wird bald keiner mehr Geld haben. Schuld daran, sind zum Teil die Menschen selbst. Denn wer im Supermarkt stets zum günstigsten Produkt greift, der rationalisiert damit automatisch Arbeitskräfte weg.

Herbert baut gerade das Haus seiner Tochter um und hat alle Hände voll zu tun. Seine Sicht zur Wohlstandsverteilung ist mehr als pragmatisch: Ohne Arme gäbe es nun mal keine Reichen auf der Welt. Er selbst sieht sich als Mittelstand, der jedoch zunehmend verschwindet.

Helene beklagt, dass sie ihren Mann verloren hat – gleich mehrere Male. Er ist ihr immer wegen seiner Demenz davon gelaufen. Jetzt ist sie sauer auf die Kirche, die ihn ihr ganz und viel zu früh weggenommen hat. Das hätte der Herrgott nicht tun dürfen. Jetzt lebt sie allein und fühlt sich in Wien nicht mehr so sicher wie früher. Bekannte sind sogar am Weg zum Friedhof überfallen worden, Gerüchten zufolge.

Gabi liebt die Murmeltiere in Bad Gastein. Deshalb hat sie in ihrer Wohnung ein ausgestopftes Exemplar. Täglich grüßt sie ihr Murmeltier, um sich dann mit dem Operngucker ans Fenster zu setzen und zu beobachten, was es Neues auf der Straße gibt. Ihr liebstes Hobby.

Antic ist gerade auf kaltem Alkoholentzug und zittert ganz ordentlich. Leider ist er gerade gestern rückfällig geworden und in seinem Zustand kann er seiner Leidenschaft, dem Zeichnen, nicht frönen. Stolz präsentiert er seine Kunstwerke die sein Leben als Scherbenhaufen zeigen. Diese Darstellung spendet ihm Trost und so will er bald wieder trocken sein, um wieder zeichnen zu können.