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Pfusch am Bau

Pfusch am Bau Staffel 13 Folge 5

Staffel 13Episode 5

Für seinen nächsten Fall muss der EU-Bausachverständige Günther Nussbaum wieder einmal nach Kärnten. In Haimburg steht das Elternhaus des schwerkranken Franz Luschnig. Das hat er 2010 um einen Neubau erweitern lassen. Bevor die thermische Sanierung stattfinden konnte, wollte Franz Luschnig die Fenster und Türen austauschen lassen. Dafür hat er eine Firma beauftragt, bei der er seit Jahren schon Baustoffe kauft. Doch bei der Ausführung der Arbeit wurde ziemlich schnell klar, da stimmt einiges nicht. Die neue Eingangstür ist viel zu groß und passt nicht. Die Fenster sind ohne Sohlbänke und generell scheint die ÖNORM beim Einbau überhaupt nicht beachtet worden zu sein. So passen auch die Bauanschlussfugen und Abdichtungen nicht.

Familie Luschnig beauftragte daher einen Gutachter. Dieser bestätigt die Mängel. Die Baukosten von rund 20.000 Euro bezahlt die Familie nur zur Hälfte und drängt auf Mängelbeseitigung. Die Folge: die Familie wird von der Fensterfirma verklagt. Im Gerichtsverfahren wird ein neuer Gutachter bestellt, der die ÖNORM hier nicht für zwingend hält. Außerdem wird ein Vergleich vorgeschlagen, der sieht aber nicht die komplette Sanierung der Fenster und Türen vor. Familie Luschnig lehnt daher ab und beauftragt einen weiteren Gutachter. Dieser stützt ihr erstes Gutachten. Doch die Sache liegt weiterhin vor Gericht. Die Familie hat nur noch einen Hoffnungsschimmer: Bausachverständigen Günther Nussbaum. Der soll Klarheit in das Gutachter-Wirrwarr bringen und versuchen, doch noch eine gute Lösung für beide Seiten zu finden.

Und: Vor zwölf Jahren übernahm Sigrid Hammerle im niederösterreichischen Brunn am Gebirge ein altes Zinnshaus aus dem 17. Jahrhundert, das sich seit mehreren Jahren in Familienbesitz befindet. Etappenweise wurde renoviert und modernisiert, 2009 folgte die Generalsanierung. Sigrid Hammerle zog in einen Teil des Anwesens, andere Wohnbereiche sollten vermietet werden. Doch Feuchtigkeit zerstörte den Altbau-Wohntraum. In Sigrid Hammerles Schlafzimmer bildeten sich nasse Flecken, kurz darauf zeichneten sich weitere auch im darunterliegenden Stiegenhaus ab. Eine Firma machte als Ursache mangelhafte Arbeiten bei der Badezimmer-Sanierung aus. Wasser könne durch die Armaturen sickern, zudem sei die Badewanne nicht abgedichtet. Doch obwohl die Medizinerin das Badezimmer nicht mehr nutzt, blieb die Feuchtigkeit. Auch nach umfassenden Trocknungsarbeiten und etwa dreißig Untersuchungsterminen ist die Situation noch immer nicht geklärt. Als wäre das nicht genug, gibt es auch im zweiten Hausteil Feuchtigkeitsprobleme. Die Räume sind so nass, dass sie gar nicht mehr genutzt werden können. Die Medizinerin weiß nicht mehr weiter, deshalb ruft sie Günther Nussbaum zur Hilfe.

Schon auf den ersten Blick wird dem Bausachverständigen klar, so nass wie die Decke beim Stiegenhaus ist, kommt irgendwo literweise Wasser ins Gebäude. Eine nicht genutzte Badewanne kann nicht die Ursache sein. Günther Nussbaum vermutet ein Rohrproblem und bittet eine Leckortungsfirma um Unterstützung. Das Team der herannahenden Sanierungsfirma teilt sofort den Verdacht des EU Bausachverständigen. Das Bild, das sich hier zeigt, ist leider schockierend. Die Wände sind nass, die Mauer kristallisiert bereits aus und die Feuchtigkeit zieht bis ins obere Stockwerk. Die Bausubstanz ist bereits angegriffen. Der Holzfußboden ist mit Tieren durchsetzt und zerbröselt in der Hand. Zwei spannende Fälle für den Bauexperten.