Schnee und Eis, aber auch für den Herbst typische heftige Regenfälle oder Stürme setzen dem Dach schon einmal zu. Schäden vermutet man nach solch extremer Dachbelastung an vielen Angriffspunkten, wie der Konstruktion und Statik, der Unterkonstruktion und Eindeckung sowie bei der Entwässerung. Doch wie sind Schäden festzustellen, wann muss ein Fachmann zu Rate gezogen werden und wie kann man sie sicher beseitigen?


Der Check des Daches 
Bevor die Belastungen für das Dach wieder losgehen, sollte man rasch überprüfen, ob es dafür auch gewappnet ist und nicht noch Schäden aus der vergangenen Saison bestehen. Gibt es am Dach Verformungen bei Dachstuhl oder Dachdeckung? Gibt es Verschiebungen? Liegen beispielsweise bei Ziegeldächern noch alle Ziegel richtig? Lücken erkennt man bei einem nicht verkleideten Dachstuhl besser, da die Dachkonstruktion innen einsehbar ist und das Tageslicht die beschädigte Stelle verrät. Gibt es Absplitterungen oder Verdrehungen bei der Holzkonstruktion?

Sind alle metallischen An- und Abschlüsse z. B. an Kaminen in Ordnung? Wenn vorhanden, sollten auch Schraubverbindungen getestet werden, ob diese fest sitzen. Wasserflecken oder -pfützen auf dem Dachboden können ebenfalls auf eine Beschädigung der Konstruktion hindeuten. Funktioniert die Entwässerung?


Regenrinnen und Fallrohre sichten

Die Halterung der Dachrinnen und Fallrohre kann zum Beispiel durch herunter stürzende Schneemassen aus der Verankerung gerissen worden sein. Selbst eine beschädigte Rinne birgt eine Gefahr. Deshalb sollte auch darauf Augenmerk gelegt werden. Den Lauf des Regenwassers also beobachten, ob es den beabsichtigten Weg nimmt oder ob wegen einer Beschädigung des Entwässerungssystems das Wasser an der Hausfassade herunterläuft.

Was tun, wenn ein Schaden besteht? 
Bei kleineren Beschädigungen sollten zuerst die entsprechenden Fachhandwerker oder Planer des Objektes kontaktiert werden (Dachdecker oder Baumeister). Was aber machen, wenn die Hinweise bei der Überprüfung des Daches einen größeren Schaden vermuten lassen? Wenn äußere Anzeichen auf eine Beschädigung der Dachkonstruktion hindeuten, sollte auf jeden Fall ein Statiker oder ein Sachverständiger hinzugezogen werden.

Die Experten können in kurzer Zeit entscheiden, wie kritisch die Beschädigung ist und welche Schritte einzuleiten sind. Die Kosten für eine fachbetreute Begehung liegen bei etwa 500 bis 600 Euro je nach Gebäudegröße und Anfahrtsweg.

Quelle: www.wohnnet.at