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In der Schuldenfalle

In der Schuldenfalle - Staffel 1 Folge 1

Staffel 1Episode 1

In der ersten Folge geht es um die fünfköpfige Familie Kapun. Der Vater ist Alleinverdiener und muss mit knapp 1200 Euro die ganze Familie ernähren. Die Mutter ist noch in Karenz und traut sich - wegen ihres Übergewichts - nicht, sich um einen Job zu bewerben, sie geht nicht einmal mehr außer Haus. Wie hoch die Außenstände wirklich sind, wissen die beiden nicht mehr. Manche Schulden sind bereits 10 Jahre alt und längst per Gerichtsbescheid exekutiert. Schuldenberaterin Dr. Eva Riess nimmt sich den Fall an. Sie arbeitet sich durch stapelweise unbezahlte Rechnungen. Schnell wird klar: Rudi Kapun kann nicht in den Privatkonkurs gehen, denn sein Gehalt ist so niedrig, dass er nicht gepfändet werden kann. Wird es die Schuldenberaterin schaffen, diesen schwierigen Fall trotzdem zu lösen?

Andreas Wallner aus Wien hat seine Liebe zu schnellen Autos finanziell das Genick gebrochen. Sein altes Auto wurde gestohlen, dann musste unbedingt ein Neues her. Und nicht nur irgendeines: Es musste ein 16.000 Euro-Sportwagen sein. Die Raten für den Kredit kann er schon seit einem Jahr nicht mehr bedienen. Und auch die monatlichen Fixkosten kann er längst nicht mehr bezahlen. Permanent flattern neue Exekutionen ins Haus. Schuldenberaterin Mag. Ute Svingers Lösungsvorschlag ist eigentlich einfach: der Postbeamte muss sein Auto verkaufen – damit wird ein Teil der Schulden sofort beglichen, der Rest könnte in monatlichen Raten abgestottert werden. Doch so einfach ist der Fall nicht: Andreas Wallners erste Priorität ist nicht der Autoverkauf. Er findet es auch nicht der Mühe wert, zum Gericht zu gehen und wichtige Unterlagen zu holen. Ohne den erforderlichen Exekutionsregisterauszug weiß die Schuldenberaterin nicht, wie hoch Herrn Wallners Schulden wirklich sind. Zwei Monate lang läuft sie dem Schuldner wegen der Unterlagen hinterher. Ohne Erfolg. Bei einem weiteren Termin kommt es zum Eklat: Als Ute Svinger bei der Wohnung läutet, ist der Schuldner nicht da. Mitten im Entschuldungsverfahren hat er nichts Besseres zu tun, als in eine teurere Wohnung zu ziehen. Die Schuldenberaterin ist knapp dabei, den Fall fallen zu lassen.