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ATV Die Reportage

ATV Die Reportage - Eine halbe Milliarde Fahrgäste - unterwegs mit den ÖBB

Staffel 94Episode 4

Rund 500 Millionen Fahrgäste nutzen jedes Jahr die Züge der ÖBB um mit bis zu 200 km/h ans Ziel zu gelangen. Vom Lokführer, über den Zugführer bis zum Verschubmitarbeiter ist von allen höchste Konzentration gefordert um nicht nur die Sicherheit sondern auch den Komfort und die Wirtschaftlichkeit zu gewährleisten. Bei einem Unternehmen dieser Größe nicht immer einfach. ATV Die Reportage hat über mehrere Wochen Mitarbeiter in den verschiedensten Bereichen begleitet und zeigt die Herausforderungen.

Von der breiten Öffentlichkeit meist unbemerkt befördert die ÖBB im Jahr über 110 Millionen Güter quer durch Österreich. Ein Knotenpunkt ist dabei der größte Verschubbahnhof des Landes in Wien Kledering. Einen der härtesten und gefährlichsten Jobs hat Verschubmitarbeiter Anton. Er hat schon Kollegen sterben sehen. Trotzdem ist Herr Anton seit 35 Jahren dabei und bringt mit seinen Kollegen täglich bis zu 5.500 Wagons in die richtige Reihenfolge für die Weiterfahrt.

Wer träumt nicht davon einmal – wie im Roman – mit dem Nachtzug nach Venedig zu fahren? Was für die Reisenden eine Lustfahrt sein soll, ist für den Zugführer Robert und seine Kollegin Roswitha ein anspruchsvoller 14-Stunden-Einsatz. Schon zwei Stunden vor Abfahrt werden Abteile und Technik auf Herz und Nieren überprüft. Zur Hauptreisezeit ist der Zug ausgebucht. Roswitha fährt die Strecke seit Jahren und hat insbesondere in den Schlafwägen schon so einiges erlebt. Kurz nach Mitternacht stößt Zugführer Robert auf Schwarzfahrer im Teenageralter die ihrem Zustand nach gerade von einer Party kommen. Keine einfache Situation.

Eine der neuesten Strecken des Landes ist die direkte Verbindung von Wien zum Flughafen Schwechat. Heute weist Harry hier einen neuen Lokführer ein. Geschult wird via Computersimulator und auf der Strecke. Erst wenn alle Details zur Strecke theoretisch und praktisch sitzen, kann der Lokführer hier seinen Dienst tun. Sicherheit steht an oberster Stelle, denn des dauert bis ein tonnenschwerer Zug zum Stillstand kommt.

In den Leitstellen arbeiten in Österreich die Menschen die genau diese Logistik zu bewältigen versuchen. Unterstützt von Computersystemen koordinieren sie die Züge sekundengenau. Bertram ein jahrelanger Mitarbeiter ist mit Herzblut dabei. Ebenso wie die Kollegen in den Werkshallen in Wien Jedlersdorf. Hier werden die neuen Cityjets für den Pendlerverkehr zusammengebaut. Hier wird auf Hochdruck in 6 Arbeitsschritten gearbeitet, denn ein Wagon muss in 48 Stunden fertig sein.