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ATV Die Reportage

ATV Die Reportage - Gerichtsmedizin

Staffel 4Episode 6

Die Gerichtsmedizin verbinden die meisten Menschen mit Abscheu, Ekel und kalten Schauern. TV-Serien rund um das Thema Gerichtsmedizin boomen. Doch wie nahe an der Realität sind Formate wie "C.S.I." oder "Medical Detectives"? Wann und wo ist der Tote verstorben? Liegt ein natürlicher Tod vor oder kam es zur äußeren Gewalteinwirkung, wie bei Todesdelikten, Suiziden oder Unfällen? Jährlich werden in Wien bis zu 2.000 Leichen seziert, um der Todesursache auf den Grund zu gehen und unklare Sachverhalte zu entwirren. ATV Die Reportage begleitet Prof. Christian Reiter, Leiter der Wiener Gerichtsmedizin in der "Sensengasse 2", an einem ganz "normalen" Arbeitstag: Bei der morgendlichen Besprechung mit dem Obduktions-Team, beim Erstellen von Gutachten und Befunden zu Tötungsdelikten und bei der handwerklichen Arbeit im Seziersaal. Bestehen auch nur die geringsten Zweifel an der Todesursache, wird vom Gericht eine Obduktion veranlasst.

Prof. Christian Reiter berichtet über den Fall eines Selbstmörders, den "flauen Magen" junger Kollegen, die Tabuisierung des Sterbens und des Todes in der Gesellschaft und die tägliche Arbeit am Seziertisch: "Der Tod jeder Person ist einzigartig. Und jeder konkrete Tod ist genau zu untersuchen, als wäre es der Wichtigste und der Nummer 1-Fall!"

Reiters junge Kollegin Dr. Astrid Krauskopf kennt sich ebenfalls aus mit spannenden Kriminalfällen. Sie hat eine Männerbastion erobert, in der die Arbeit mit dem Tod zum Alltag wird und doch immer wieder neue Fragen aufwirft. Prof. Christian Reiter: "Das ist das Sonderbare - die Begeisterung an der Arbeit lässt nie nach."