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ATV Die Reportage

ATV Die Reportage - Sozialarbeiter

Staffel 3Episode 3

Die letzte Chance -Sozialarbeiter als Retter vor dem gesellschaftlichen Abstieg. Kinder, die in verwahrlosten Verhältnissen aufwachsen, haben von Anfang an schlechte Karten. Wenn Eltern ihrer Erziehungspflicht nicht nachkommen, schreitet meist das Jugendamt ein. Es beauftragt Sozialarbeiter, als Ersatzeltern in Krisenzeiten einzuspringen. Mobile Betreuer sollen verhindern, dass Jugendliche außer Kontrolle geraten und sich am Rand der Gesellschaft wieder finden.

ATV "Die Reportage" begleitet Menschen, die verschiedene Jugendliche in schwierigen Lebenslagen betreuen. Sie greifen zum Beispiel ein, wenn Teenagermütter, die von Sozialhilfe leben, mit ihrer Rolle überfordert sind. Ob bei Drogenproblemen oder Stress mit den Behörden, der Sozialarbeiter ist Seelenklempner, Streitschlichter und manchmal auch Hausmeister in Personalunion. Im Schlupfhaus in Graz kümmert sich Karl Polt um Außenseiter aller Art: Ob junge Obdachlose, Suchtkranke oder Gestrandete. Wenn es um seine Schützlinge geht, ist der Sozialarbeiter rund um die Uhr erreichbar. Für seine eigene Familie wird das mitunter zur Belastung. Die Trennung zwischen Privatleben und dem Psychostress des Jobs fällt schwer. Jederzeit kann das Handy klingeln, wenn ein Kind mal wieder in eine Notlage gerät. Das gilt auch für Andrea Traußnigg, der die Schicksale ihrer Mädchen sehr nahe gehen. Sie betreut arbeitslose Mütter, die mit 18 oder 19 Jahren selbst noch Kinder sind. Ohne Ausbildung werden die meisten zum Sozialfall. Andrea Traußnigg hilft, dass auch sie im Leben ihre Chance bekommen. Die Erfolge, die sich meist nur langsam einstellen, machen dann alle Mühe wett. Wenn nach zwei Jahren Vermittlungsarbeit endlich eine Lehrstelle gefunden wird oder sich Straßenkids den Regeln einer Wohngemeinschaft unterordnen, dann hat sich der couragierte Einsatz des Sozialarbeiters gelohnt.