Darum geht's

Pro Jahr versterben rund 80.000 Österreicher. Für Angehörige stellt der Tod eines geliebten Menschen meist einen großen Verlust dar und die damit einhergehende Bürokratie und die Organisation der Beerdigung sind oftmals ein Belastung. Doch wo das Leben endet, beginnt die Arbeit für den Bestatter, der den Hinterbliebenen bei eben diesen Arbeiten hilft.

"A schöne Leich"” zeigt die beliebtesten und verrücktesten Arten der feierlichen Bestattung und blickt hinter die Kulissen des Berufszweiges. Immer populärer wird die Kremierung, über 30.000 wurden im letzten Jahr durchgeführt, wie Christian Dolhaniuk vom Bestattungsunternehmen "Unvergessen" erzählt. Zusammen mit Ronald Lagrange vom Krematorium Bad Vöslau, gewährt er den Sehern Einblicke in die Arbeit am Feuerofen, wo Leichen zuerst in zwei Schritten verbrannt und die Überreste dann gemahlen werden. Natürlich nicht, bevor nicht Herr Lagrange noch etwaige Fremdkörper, wie künstliche Hüftgelenke oder OP-Nägel aussortiert hat.

Wem normale Kremierungen oder Erd- und Sargbestattungen zu morbid sind, der hat zahlreiche weitere Möglichkeiten den letzten Weg feierlicher zu gestalten, weiß Heini Altbart, der in dritter Generation das Bestattungsunternehmen der Familie führt. "Bestattung bedeutet für mich in erster Linie, dem Wunsch des Verstorbenen nachzukommen. Und erst in zweiter Linie den Wünschen der Angehörigen zu folgen", sagt er. Und so organisiert er eine themenbezogene Elvis-Bestattung samt singendem Imitator und passendem Sarg. Heini Altbart erfüllt solche Wünsche gerne und tobt sich kreativ aus - "Möglich ist alles, nur pietätlos darf es nicht sein."

Elisabeth Zadrobilek geht im "männerdominierten Geschäft" neue und innovative Wege und bietet Naturbestattungen an. Die beliebteste Variante ist jene der Seebestattung. Die Beisetzung zu Wasser ist seit 2008 möglich. ATV zeigt, wie eine Seebestattung auf der niederösterreichischen Donau funktioniert.