Schnelleinstieg

So denkt Österreich

Folge 2

So denkt Österreich

Folge 2

Werbung
Es trat ein unbekannter Fehler auf.
PLAY-Button drücken, um das Video zu starten ...
WERBUNG
WERBUNG
WERBUNG

Einbetten

Werbung

Christine, Beamtin in Frühpension, regen in Österreich vor allem die Politiker auf. „Weil’s Sachen ankündigen, von denen sie eh schon wissen, dass sie sie nicht halten können. Normalerweise müsste man dagegen protestieren.“ Außerdem kann Christine nicht verstehen, warum die Leute Angst vor den Asylanten haben. „Dass des arme Hund sind, die im eigenen Land erschossen werden, das registriert bei uns ja keiner. Ich hab mehr Angst vor unseren Leuten, die san nämlich a ned besser. Der 81jährige Jäger Josef öffnet dem „So denkt Österreich“-Team in der Unterwäsche die Türe. Neben vielen Waffen und unzähligen Jagdtrophäen steht bei ihm sogar ein ausgestopfter Schwarzbär im Wohnzimmer. Viermal war er verheiratet, doch alle seine Frauen sind bereits verstorben. „Die eine hat sich erschossen, die andere is erschossen worden, weil sie verheiratet war. Die dritte is an Krebs gestorben und die vierte durch einen Unfall. Naja, i hab scho immer so a Glück g‘habt.“ Heute haben die Frauen angeblich Angst vor ihm und sind in seinen Augen ohnehin nichts mehr wert. „Die Frauen heut zu Tage sind frech bis geht nimmer mehr. Was sich die Männer heut zu Tage gefallen lassen… da geniere ich mich, dass i a Mann bin.“ Die 54jährige Psychologiestudentin Martina ist aus finanziellen Gründen wieder bei ihrer Mutter eingezogen, obwohl für die beiden Alt und Jung eigentlich nicht zusammenpassen. Gerne würde Martina einen Heimplatz für ihre an sich noch recht rüstige Frau Mama finden. „Heimplätze gibt es erst ab Pflegestufe 3 und das geht bei ihr nie und nimmer, weil sie viel zu mobil ist. Das sagt sogar der Arzt.“ Martina klagt außerdem, dass sie durch die Krankheit der Mutter zu nichts kommt und deshalb ja auch immer noch studiert. Ihr Traumjob nach dem langen Studium: Gefängnistherapeutin. Und dann wäre da unter anderem auch noch der 47jährige Installateur Hannes. Er ist Vater einer Tochter, lebt alleine und ist wieder auf Partnersuche, die sich aber nicht ganz so einfach gestaltet. „Das Problem ist, dass wir schon so wirtschaftsgeil sind und unser Konsumverhalten schon zu stark ist. Die Menschheit wurde schon soweit zivilisiert, dass sie ständig in einer Doppelmoral lebt. Der Mensch is ka Mensch mehr, er is eine Wahre, ist ein Produkt, das sich verpacken und verkaufen muss. Und so ist das auch bei der Partnersuche. Entspricht du nicht dem sozialen Standard, den der Partner sich wünscht, dann hast du nicht den Funken einer Chance.“

Reportage