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Pfusch am Bau

Folge 6

Pfusch am Bau

Folge 6

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Pfusch am Bau geht in die 9. Staffel! Mehr als 130 verzweifelte Häuslbauer haben sich bisher an den Profi am Bau – EU Bausachverständigen Günther Nussbaum - gewandt. Bei etlichen Fällen konnte er zwischen den Baufirmen und den betroffenen Familien vermitteln, nach jahrelangen Streitigkeiten schaffte er es, dass die Firmen doch noch zu ihren Fehlern stehen und diese sanieren. In der neuen Staffel tritt Günther Nussbaum den Baufirmen verstärkt auf die Füße. Er lässt sich nicht von bissigen Anwaltsbriefen der Bauunternehmer einschüchtern und mit lapidaren Sätzen wie „Es ist ja eh alles in bester Ordnung“ abwimmeln. Er sucht das direkte Gespräch, und wenn der freundliche Weg nicht geht, dann klingelt er schon mal unangekündigt beim Firmensitz und fordert Antworten ein. Für rund 320.000 Euro hat sich Anna Moser im salzburgerischen Wals im Jahr 2009 ein Ziegelmassivhaus gekauft. Drei andere Häuser wurden zur gleichen Zeit in derselben Strasse errichtet. Von Anfang an war die Gesprächsbasis mit dem Bauträger nicht gut, er war selten auf der Baustelle. Auf Mängelvorwürfe reagierte der Bauunternehmer laut Frau Moser nur selten. Jetzt sind schwere Risse in der Fassade aufgetaucht, der Putz bröckelt, es hat sich bereits eine Algenschicht auf der Oberfläche gebildet. Anna Moser meldet den Schaden sofort dem Bauträger. Doch dieser fühlt sich für die Mängel nicht zuständig. Günther Nussbaum weiß nach seiner Begehung sehr schnell, warum der Putz sich auflöst. Die Regenrinne wurde in die Fassade mit eingeputzt, permanent läuft jetzt Wasser hinter die Dämmplatten. Der Bausachverständige traut aber der Holzfassade im ersten Stock auch nicht. Er hat auf den Brettern Schimmelspuren entdeckt. Sein Gefühl war richtig, denn als Günther Nussbaum eine Holzlatte abnimmt, ist die Dämmwolle darunter schwarz. Es hat sich bereits Schimmel gebildet. Im Haus gibt es offenbar ein massives Problem mit der Dampfbremse. Die Schadenssanierung wird fast 100.000 Euro kosten. Doch wird der Bauträger zu seinen Fehlern stehen? Familie Sunk-Bobacz aus Wien wollte sich den Traum vom eigenen Haus in einer Kleingartensiedlung erfüllen. Ein Ingenieurbüro für Innenarchitektur wurde mit dem Entwurf und den Detailplanungen des hochwertigen Holzhauses beauftragt. Über 385.000 Euro, fast die ganze Bausumme, hat die Familie inzwischen für das Haus bezahlt – doch fertig ist noch lange nicht alles. Darüber hinaus gibt es zahlreiche Mängel. Vor kurzen begannen die Fensterlaibungen sich zu verschieben, seitdem kann Wasser ungehindert in den Holzbau eintreten. Eine Einigung zwischen dem Ingenieurbüro und den Gewerken, wer die Kosten der Sanierung trägt, blieb aus. Günther Nussbaum wurde damals als unabhängigen Sachverständiger gerufen. Der stellte schnell fest: nicht nur die Fenster sind falsch eingebaut, hier sind gut 30 - zum Teil schwerwiegende - Mängel zu beheben. Als der EU Bausachverständige Wochen später das Haus erneut begutachtet, staunt er nicht schlecht. Zwar wurden einige Mängel saniert, doch wieder gibt es zahleiche Fehler. Vor allem die neue Abdichtung außen ist eine Beleidigung für jeden Schwarzdecker. Die Bitumen-Bahnen lassen sich mit der Hand ablösen, das Wasser hat sich längst unter die Dämmplatten gedrückt. Günther Nussbaum ist schockiert, denn dieselbe Baufirma hat den Keller abgedichtet. Der Sachverständige vermutet nichts Gutes. Besorgt beauftragt die Familie daher die Baufirma einen Teil des Kellers wieder aufzugraben. Schnell wird klar, auch der Keller wurde falsch konzipiert. Günther Nussbaum sucht das Gespräch mit der Innenarchitektin des Ingenieurbüros. Für die Familie hatte sie, neben der Detail- und Polierplanung, auch den Auftrag die Bauaufsicht auszuüben.

Reportage | A 2014