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Pfusch am Bau

Folge 7

Pfusch am Bau

Folge 7

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Wenn die Traumwohnung zum Albtraum wird! Wer Opfer von verpfuschten Bauarbeiten wird, muss hart um sein Recht und sein verlorenes Geld kämpfen. Die Familien sind am Ende und streiten mit den zuständigen Baufirmen. Wird die Gerechtigkeit siegen und das Schicksal der Häuslbauer ein positives Ende finden? Gerlinde Churavy hat sich 2005 ein Kleingartenhaus in Wien bauen lassen. Doch genießen konnte sie das Holzriegelhaus nicht lange, denn wenige Jahre nach dem Einzug entdeckte man zufällig bei einem Wasserschaden, dass ein Teil der Fassade völlig morsch war. Dies wurde zwar saniert, doch jetzt gibt es wieder ein Problem: Der gesamte Dachaufbau ist falsch konstruiert, die Dampfbremse ist fehlerhaft. Im Laufe der Zeit hat sich der Wasserdampf in der Konstruktion ausgebreitet. Die Folge: Ein Großteil des Dachaufbaus ist mit holzzerstörenden Pilzen übersät – hier muss großflächig saniert werden. Als Günther Nussbaum zum Kleingartenhaus kommt, entdeckt er aber noch andere gravierende Fehler: Die Stuhlsäule, die einen Teil des Hauses trägt, ist komplett morsch. Beim Anschluss der Fassade zum Boden wurde gänzlich auf die Abdichtung vergessen. Das Wasser und der Pilz haben sich schon durch den Querriegel gefressen. Frau Churavy hofft, dass der Zimmerer zu seinen Fehlern stehen wird – doch als Antwort auf die Mängelliste bekommt Günther Nussbaum nur ein lapidares Schreiben vom Anwalt des Zimmerers. Der Bausachverständige will sich damit nicht zufrieden geben und besucht den Handwerker direkt vor Ort in seinem Geschäft. Fall 2: Im Niederösterreichischen Rutzendorf wollte sich die Lehrerin und begeisterte Dressur-Reiterin Monika Fronk einen Traum erfüllen und eine Reithalle errichten lassen. Sie fand einen Generalunternehmer aus der Region, der ihr eine gebrauchte Industriehalle verkaufte. Mit Fundament und allem Drum und Dran belief sich der erste Kostenvoranschlag auf 48.000 Euro. Anschließend wünschte sich Frau Fronk noch als Erweiterung einige Pferdeboxen und war auch bereit dafür mehr zu zahlen, in Summe knapp 100.000 Euro. Doch als die Schlussrechnung kam, staunte sie nicht schlecht: Der Generalunternehmer wollte plötzlich weit über 200.000 Euro! Damit aber nicht genug, denn die Halle ist nicht einmal ansatzweise fertig. Und das was fertig ist, strotzt vor Fehlern. Auch Bausachverständiger Günther Nussbaum staunt nicht schlecht. Bei diesem eigentlich recht simplen Bauwerk wurde alles falsch gemacht. Das Beton-Fundament ist bereits wenige Monate nach der Errichtung von tiefen Rissen durchzogen und außerdem für die freie Bewitterung untauglich ausgeführt. Genauso wie die Stahlkonstruktion, die schon jetzt komplett verrostet ist. Da fällt die mangelhaft ausgeführte Versickerungsanlage kaum noch ins Gewicht, die das ohnehin schon schwache Fundament zu unterspülen droht. Trotz der offensichtlichen Mängel weißt der Bauunternehmer jede Verantwortung von sich und beschuldigt stattdessen Frau Fronk, dass sie ihre Rechnungen nicht zahlen würde. Diese ist mittlerweile mit ihren Nerven am Ende und leidet durch den Stress an einem Burn-Out. Zu allem Überfluss sind auch noch die Verträge ziemlich undurchsichtig, was den Streitfall nicht einfacher macht. Kann Günther Nussbaum hier noch helfen?

Reportage | A 2014

Auch hier hat Pfusch keine Chance