Schnelleinstieg

ATV Aktuell Österreich Trend

Werbung

Wir haben die Fakten

ATV Aktuell präsentiert den ATV Österreich Trend, eine periodische, vierteljährliche Meinungsumfrage zu politischen und wirtschaftlichen Themen. Die Umfrage wird in Kooperation mit Meinungsforscher Peter Hajek durchgeführt und soll dazu dienen, aktuelle Meinungen erfassen und künftig auch Trends ablesen zu können.

41% der Österreicher sehen negative Folgen für Wirtschaft zu wenig berücksichtigt

Die Österreicher fühlen sich gut informiert und sind überzeugt, dass Österreich vieles besser macht als andere Länder. 37% meinen aber, es werde zu viel Angst verbreitet.

Das Meinungsforschungsinstitut Peter Hajek Public Opinion Strategies hat im neuen „ATV Österreich Trend“ (807 ÖsterreicherInnen ab 16 Jahren) Themen und politische Botschaften in der Corona-Krise abgetestet („Stimmen Sie folgenden Aussagen zu oder nicht zu?“):

"Österreich macht in der Krise vieles besser als andere Länder": 87% stimmen zu vs. 8% stimmen nicht zu.
"Ich fühle mich ausreichend über die Maßnahmen und Regeln in der Krise informiert": 86% vs. 2%.
"Wir befinden uns in der schlimmsten Krise seit dem 2. Weltkrieg": 76% vs. 17%.            
"Die möglichen negativen Folgen für die Wirtschaft finden derzeit zu wenig Berücksichtigung": 41% vs. 48%.
"Es wird zu viel Angst von der Politik und den Experten verbreitet": 37% vs. 58%.
"Die Polizei agiert derzeit nicht mit dem nötigen Augenmaß und straft zu viel": 27% vs. 60%.  

Meinungsforscher Peter Hajek zu den Ergebnissen: „Die Bundesregierung macht in der Krise aus heutiger Sicht der WählerInnen sehr vieles richtig, die Botschaften werden gut angenommen, die Bevölkerung fühlt sich sehr gut informiert. Sorge bereitet den Befragten aber die möglichen negativen Folgen für die Wirtschaft. Nahezu jeder Zweite findet, dass diese derzeit zu wenig Berücksichtigung findet. Diesen Drahtseilakt – Schutz der Gesundheit bei gleichzeitiger Stützung der Wirtschaft und Sicherung von Arbeitsplätzen – versucht die Regierung seit 14. April. Am Ende des Jahres wird genau an dieser Schnittstelle der Erfolg oder Misserfolg der Regierung gemessen werden.“

Glaubwürdigkeit von Grünen dank Corona gestiegen

Die Glaubwürdigkeit der Grünen wurde durch das Management in der Corona-Krise gestärkt. 34 Prozent der befragten ÖsterreicherInnen sind der Meinung, die Grünen hätten seit Regierungseintritt an politischer Glaubwürdigkeit verloren, 58 Prozent sind gegenteiliger Meinung. Insbesondere die WählerInnen des türkisen Koalitionspartners sind vom Juniorpartner in dieser Frage überzeugt (27% vs. 65%). Auch die Grün-WählerInnen stehen felsenfest hinter der eigenen Partei (12% vs. 88%). Besonders kritisch zeigen sich hingegen die FPÖ-WählerInnen (72% vs. 15%).

„Die Grünen machen nun die Erfahrung, dass man als Regierungspartei Dinge mittragen muss, die man als Oppositionspartei noch kritisiert hat. Die massiven Eingriffe in die persönliche Freiheit der BürgerInnen, rechtlich ungenau formulierte Verordnungen oder die Medienförderung nach Maßgabe der Auflagenstärke wären früher für Kogler & Co ein No-Go gewesen. Derzeit kann es den Grünen aber egal sein. Die Zustimmung der Bevölkerung im Allgemeinen und der Grün-WählerInnen im Speziellen gibt ihnen Recht", sagt Meinungsforscher Peter Hajek. 

Arbeit der Bundesregierung

Die Arbeit der Bundesregierung wird im Vergleich zum Jänner deutlich besser bewertet. Noch im Jänner waren 48 Prozent mit der Regierungsarbeit zufrieden und 41 Prozent unzufrieden. Nun sind 76 Prozent zufrieden, 21 Prozent unzufrieden. Der beste Wert den eine Regierung seit 2009 im „ATV Österreich Trend“ je erreicht hat.

Die Arbeit der Oppositionsparteien wird unterschiedlich bewertet. Während die Gesamtbevölkerung NEOS mit 41 Prozent positiv bewertet, sind es bei der SPÖ 34 Prozent und bei der FPÖ nur mehr 20 Prozent.

Acht von zehn Österreicher sind mit der Demokratie zufrieden

Seit der letzten ATV-Umfrage-Welle im Jänner steigt die Demokratie-Zufriedenheit um satte 20 Prozentpunkte. Die Umfrage-Werte von Sebastian Kurz steigen ebenso in lichte Höhen.

Im Zuge des "ATV Österreich Trend" wurde die Demokratiezufriedenheit der österreichischen Bevölkerung erhoben. 78 Prozent der ÖsterreicherInnen sind aktuell sehr bis eher zufrieden. Im Vergleich zur letzten Umfragewelle ist das ein Anstieg von insgesamt 20 Prozentpunkten. Auch in der Wählerschaft zeigt sich ein mehrheitlich positives Bild: 94 Prozent der ÖVP-WählerInnen geben an, sehr bis eher mit der Demokratie zufrieden zu sein, 93 Prozent der Grün-WählerInnen, 74 Prozent der SPÖ-WählerInnen, 64 Prozent der NEOS-WählerInnen und 49 Prozent der FPÖ-WählerInnen schlossen sich dieser Meinung ebenfalls an. Meinungsforscher Peter Hajek analysiert die Ergebnisse folgendermaßen:

„Dass ÖVP und Grüne, sowie Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Kogler in lichte Höhen steigen bzw. sich verbessern, verwundert wenig. Dass die Demokratiezufriedenheit im Ausmaß von 20 Prozentpunkten steigt, ist dagegen außergewöhnlich. Das ist der höchste je gemessene Wert im ATV Österreich Trend seit 2009. Im Juli 2012 waren noch 61 Prozent der Bevölkerung mit der Demokratie in Österreich unzufrieden. Das Vertrauen in das demokratische System ist Ausdruck der Wertschätzung, wie die die Bundesregierung und staatliche Institutionen mit der Krise umgehen. Das ist es egal, ob in die persönliche Freiheit der Bürger massiv eingegriffen wird und es Kritik an fehlerhaften Verordnungen gibt.“

Die Sonntagsfrage

Die aktuellen Ergebnisse der Sonntagsfrage des "ATV Österreich Trend" zeigen die klare Führung der ÖVP mit Sebastian Kurz mit 46 Prozent und konnte den Vorsprung im Vergleich zum Jänner 2020 (40 Prozent) weiter ausbauen. 17 Prozent stimmen für die SPÖ mit Pamela Rendi-Wagner, 16 Prozent für die Grünen mit Werner Kogler, 10 Prozent für die FPÖ mit Norbert Hofer, 7 Prozent für die NEOS mit Beate Meinl-Reisinger und 3 Prozent für die DAÖ mit Heinz-Christian Strache. 

Die Kanzlerfrage

Die ÖsterreicherInnen wurden im Rahmen der Kanzlerfrage gefragt, wem sie bei einer Direktwahl ihre Stimme geben würden. Auch hier ist Sebastian Kurz mit großem Abstand an der Spitze mit 62 Prozent (Vergleich Jänner 2020: 47 Prozent).

Darauf folgt Werner Kogler mit 12 Prozent und Pamela Rendi-Wagner mit 11 Prozent. Im Jänner 2020 lag Werner Kogler bei den Umfrageergebnissen (12 Prozent) noch hinter Pamela Rendi-Wagner, die damit den zweiten Platz (14 Prozent) belegte. Aktuell stimmten 7 Prozent der ÖsterreicherInnen für Norbert Hofer, 5 Prozent für Beate Meinl-Reisinger und 2 Prozent für Heinz-Christian Strache. 

Kanzlerfrage

Zur Umfrage

Der "ATV Österreich Trend" ist eine regelmäßige Meinungsumfrage von ATV, durchgeführt vom Meinungsforschungsinstitut Peter Hajek Public Opinion Strategies. Bei der aktuellen Umfrage wurden 802 wahlberechtigte Österreicher(innen) ab 16 Jahren zu politischen Themen befragt. Die Umfrage wurde zwischen dem 27. und 31. Jänner 2020 durchgeführt, die maximale Schwankungsbreite der Ergebnisse liegt bei +/- 3,4 %. Der „ATV Österreich Trend“ wird seit Jänner 2009 regelmäßig erstellt und dient dazu, aktuelle Meinungen und Trends ablesen zu können.