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Junge Götter in Weiß

Folge 2

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„Junge Götter in Weiß“ bietet hautnahe Einblicke in das Leben von Grazer Jungärzten. „Grey´s Anatomy“ zeigt Hollywood, ATV die Realität in Österreichs Spitälern. Wie geht ein angehender Arzt damit um, wenn er zum ersten Mal eine Operation am lebenden Patienten durchführen muss? Wie machen sich die zukünftigen Ärzte, wenn eine schwierige Operation ansteht, die ihre bisherigen Erfahrungen übersteigt? Und, welche privaten Einschränkungen nehmen sie auf sich, um ihren Traumberuf ausüben zu können? Dr. Thomas Petnehazy versieht den Nachtdienst auf der Kinderchirurgie. Er hat schon zwei Operationen hinter sich und gönnt sich eine kurze Pause. Währenddessen nimmt der Oberarzt Dr. Schalamon den zweijährigen Martin, auf, der an akutem Darmverschluss leidet. Das Kind muss sofort operiert werden, doch Dr. Schalamon wird bei einer anderen OP gebraucht. Also ruft der Oberarzt den Assistenzarzt Thomas Petnehazy dazu und überträgt ihm die Behandlung des Buben. Thomas versucht zunächst, mit einer Sonde den Verdauungstrakt des Kindes frei zu kriegen, doch vergeblich. Offenbar ist der Darm massiv verschlossen, die Ursache lässt sich per Sonde weder feststellen noch beheben. Also ruft Thomas wieder Dr. Schalamon hinzu, den nun muss der Bauch des Kindes geöffnet werden, eine große Darmoperation beginnt. In mehreren Stunden, bis tief in die Nacht hinein, lösen die beiden Chirurgen eine Verwachsung nach der anderen. Erst in den frühen Morgenstunden gelingt es, dass der Darminhalt abgesaugt und der kleine Bub zugenäht werden kann. Dr. Georg Singer hat Nachtdienst auf der Ambulanz der Kinderchirurgie. Zunächst verläuft der Abend ruhig. Ihm bleibt sogar Zeit, mit den Kollegen Pizza zu essen und mit einer jungen Arztkollegin legt er einen kleinen Walzer ein. Doch nach der Pause erwartet ihn in der Ambulanz die 16jährige Ursula, die von ihrer Mutter extra aus Ungarn hergefahren wurde. Mutter und Tochter sind Grazer, die in Ungarn leben. Seit zwei Tagen hat Ursula starke Bauchschmerzen. Georg untersucht Ursula per Ultraschall und fordert einen Bluttest an. Das Ergebnis beider Untersuchungen ist nicht eindeutig. Er kann nicht erkennen, ob Ursula eine Blinddarmentzündung hat. Doch die Blutwerte und der schlechte Gesamtzustand des Mädchens bewegen ihn, sie stationär aufzunehmen. Nun muss er seinem diensthabenden Oberarzt, Doz. Saxena, das Mädchen zeigen und seine Entscheidung begründen. Zu seiner Freude bestätigt Doz. Saxena die Entscheidung, Ursula da zu behalten und lobt Georg.

Reportage | A 2009